Die Handballer des TSV Weilheim verlieren das erste Spiel im Jahr 2019 gegen die HSG Leinfelden-Echterdingen mit 31:35 (18:15). Nach einer ansprechenden Leistung in der ersten Halbzeit gingen den Roten, mit dünn besetztem Kader, in der zweiten Hälfte die Kräfte aus.

Dass mit dem aktuell Drittplatzierten aus Echterdingen ein schwerer Brocken zu Gast in der Limburghalle sein wird, war allen Beteiligten klar. Die Aufgabe mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten gestaltete sich durch die Personalsituation am Samstagabend allerdings noch schwieriger. Jakob Klein und Leander Banzhaf fielen krankheitsbedingt aus. Benedikt Schmid und Jan Stark waren aus beruflichen Gründen verhindert. Trotzdem startete der TSV Weilheim gut in die Partie und ging durch Florian Braun und Josef Roth schnell mit 2:0 in Führung. Zwei Angriffe später konnte die HSG allerdings auf 2:2 ausgleichen und es entwickelte sich bis zur 20. Minute ein ausgeglichenes Spiel ehe die Roten den Vorsprung das erste Mal auf drei Tore zum 13:10 ausbauen konnten. Durch ein gutes Angriffsspiel gelang es den Limburgstädtern diesen Vorsprung bis zur Halbzeit zum 18:15 beizubehalten. Konsequent gespielte Auftakthandlungen ermöglichten immer wieder klare Wurfchancen, die überwiegend erfolgreich genutzt werden konnten. Auch die zweite Halbzeit begann positiv für die Weilheimer. Ein Doppelpack durch Patrick Seyferle zum 20:16 in der 32. Minute sorgte für die bis dahin deutlichste Führung der Gastgeber. Anstatt dann nochmal draufzulegen um den Schwung weiter mitzunehmen, passierte das Gegenteil. Leinfelden brachte durch konsequente Einläufe und dem Spiel mit zwei Kreiläufern die Weilheimer Abwehr ins Schwimmen. Fehlende Kraft und Konzentration machte sich in zu passivem Eins-gegen-Eins Verhalten in der Abwehr bemerkbar. Zusätzlich stellte die HSG ihre Abwehrformation auf eine offensivere 4:2 Variante um und schaffte es so für Verunsicherung im Angriff der Roten zu sorgen. Immer wieder konnten die Spielzüge unterbrochen werden. Überhastete Aktionen und Torabschlüsse aus schlechten Positionen waren die Folge aus Weilheimer Sicht. Durch einen 4:0-Lauf konnte die HSG das Spiel in der 38. Minute zum 20:20 ausgleichen. Trainer Michael Rehkugler war dadurch früh zu seiner Auszeit gezwungen. Anschließend konnten die Weilheimer sich nochmal fangen und bis zum 23:22 (44.) vorlegen. Doch das hat scheinbar zu viel Kraft gekostet. Echterdingen konnte sich anschließend bis zur 49.Minute ein drei-Tore Polster herausspielen und Weilheim hatte Mühe dran zu bleiben. Über den Kampf wurde nochmal alles versucht um die Niederlage abzuwenden - vergeblich. Die Kräfte haben zu früh nachgelassen und somit baute auch die Chancenverwertung in Halbzeit zwei deutlich ab. Mit dem Treffer zum 29:33 durch den starken Echterdinger Nils Hinterkopf in der 58. Minute war das Spiel entgültig entschieden. Kämpferisch müssen sich die Roten keinen Vorwurf machen. Spielerisch war in der zweiten Halbzeit allerdings deutlich mehr zu holen und auch ein Sieg wäre ohne die aufkommenden Konzentrationsschwächen mit Sicherheit möglich gewesen. Somit hinken die Weilheimer in dieser Saison weiter ihren eigenen Erwartungen hinterher.

TSV Weilheim: Latzel; Roth (4/1), Sigel, Braun (2), Banzhaf (2), Seyferle (8), Klett (5/4), Späth (1), Ulmer (3), Hartmann (6).

HSG Leinfelden-Echterdingen: Nagel, Maaß; Steckroth (6), Baumann (3), Hachtel (3), Hohaus (7), Hinterkopf (8), Matthes (1), Varga (1), Müller, Wanders, Dalampakis (1), Schultes (3), Schwab (2).

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