Der TSV Weilheim hat in seinem letzten Saisonspiel (Samstag, 20 Uhr in der Lindachsporthalle) gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen einiges gut zu machen. Weiterhin besteht die Möglichkeit doch noch den Relegationsplatz zu erreichen. Für die HSG Ebersbach/Bünzwangen geht es indes am anderen Ende der Tabelle um den Klassenerhalt. Zudem ist es ein Wiedersehen zweier ehemaliger HSG-Spieler in Reihen des TSV Weilheims mit ihrem Heimatverein.

Ungläubiges Kopfschütteln oder hängende Köpfe sowie Fassungslosigkeit wohin man sah. Als nach dem Ertönen der Schlusssirene die Ergebnisse der direkten Konkurrenten um den verbliebenen Relegationsplatz bekannt wurden, kannte die Enttäuschung auf Weilheimer Seite keine Grenzen. Mit einem Sieg hätte der TSV Weilheim einen gewaltigen Sprung auf Tabellenplatz zwei gemacht und es selbst in der Hand gehabt die Saison mit der Aufstiegsrelegation zu krönen. Offensichtlich glaubte die Mannschaft selbst nicht mehr an einen Ausrutscher der Konkurrenz. Anders ist die laxe Einstellung mit der die Weilheimer in das Spiel beim TV Altbach gegangen waren nicht zu erklären. Die blutleere Darbietung des TSV Weilheim rief Vorstandsmitglied Markus Gomringer auf den Plan, der den Spielern ins Gewissen redete: „Gegen den TV Altbach kann man verlieren - keine Frage. Entscheidend ist aber die Art und Weise.“ Auch Weilheims Trainer Tom Burger fordert eine andere Einstellung: „Wir müssen bissiger zu Werke gehen. Gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen erwarte ich eine deutliche Leistungssteigerung.“ Die Mannschaft hat einiges gut zu machen, um verspielten Kredit zurückzugewinnen. Trotz der Niederlage in Altbach besteht für den TSV Weilheim nach wie vor die Chance, doch noch auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern, vorausgesetzt, die HSG Leinfelden-Echterdingen und der TSV Dettingen/Erms patzen erneut.

Für die HSG Ebersbach/Bünzwangen geht es noch um alles oder nichts am letzten Spieltag. Obwohl die HSG am vergangenen Wochenende einen Pflichtsieg bei Schlusslicht TSV Neckartenzlingen feiern konnte, schwebt der Heimatverein von Tom Burger weiterhin in akuter Abstiegsgefahr. Da mit dem TSV Owen eine Mannschaft aus der Landesliga in die Bezirksligastaffel Esslingen-Teck absteigt, hat das zur Folge, dass zwei Mannschaften aus der Bezirksliga den Gang in die Bezirksklasse antreten müssen, falls sich der Zweitplatzierte der Bezirksliga in der Aufstiegsrelegation nicht durchsetzten kann. Für den Tabellendrittletzten HSG Ebersbach/Bünzwangen bedeutet dies, dass in Weilheim nicht verloren werden darf, sollte der Tabellenvorletzte SKV Unterensingen 2 bei der SG Lenningen gewinnen. Die größte Stärke der HSG Ebersbach/Bünzwangen ist das Gegenstoßverhalten. Immer wieder versucht die HSG über Dominik Janietz schnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten und einfache Kontertore zu erzielen.

Abseits jeglicher Spekulationen um Aufstieg oder Abstieg ist es für zwei Personen des TSV Weilheim keine Partie wie jede andere. Immer wieder ist es für TSV-Trainer Tom Burger etwas Besonderes gegen seinen Stammverein, in dem er jahrelang als Spieler und Trainer tätig war, zu spielen. Auch Tobias Reimann teilt eine gemeinsame Vergangenheit mit der HSG Ebersbach/Bünzwangen. Weilheims Linksaußen spielte bis zur B-Jugend für die Filstäler. Für beide wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Im Anschluss an die Partie findet eine 1-Euro-Party statt, mit der die Saison gemütlich ausklingen soll. Alle Getränke kosten dann nur einen Euro. Dazu sind Weilheimer als auch Ebersbacher herzlich eingeladen.

TSV Weilheim: Illi, Müske; Auweter, Banzhaf, Braun, Klein, Klett, Reimann, Seyferle, S. Sigel, T. Sigel, D. Zettl, F. Zettl

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