TSV Weilheim unterliegt dem EK Bernhausen
30:39-Heimniederlage trotz 30 erzielter Treffer – fehlender Zugriff in der Defensive und zu viele Fehler kosten Weilheim die Chance auf Punkte
Der TSV Weilheim musste am Samstagabend in der heimischen Lindachsporthalle einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Gegen den aus der vergangenen Saison bestens bekannten EK Bernhausen unterlagen die Weilheimer mit 30:39. Während die Offensive phasenweise durchaus Lösungen fand und insgesamt 30 Treffer erzielte, bekam die Mannschaft über die gesamte Spielzeit keinen wirklichen Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. Zu viele Fehlwürfe und technische Fehler verhinderten zudem, dass die Weilheimer die Partie enger gestalten konnten.
Zu Beginn entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bernhausen ging früh mit 0:2 in Führung, ehe Linus Gnädinger den ersten Weilheimer Treffer erzielte. Nach dem 1:3 durch Robin Varga verkürzte Jan Stark mit zwei Treffern in Folge auf 3:3. Doch die Gäste legten erneut vor und bauten ihren Vorsprung auf 3:6 aus. Dan Stelzer und erneut Stark hielten den TSV mit ihren Toren im Spiel, ehe die Weilheimer immer besser in die Partie fanden. Nach dem 5:8-Anschluss durch Dan Stelzer und dem folgenden Treffer von Jan Stark verkürzte dieser wenig später erneut. Niklas Rapp stellte schließlich in der 13. Minute auf 8:8. Der Ausgleich war der Lohn für eine engagierte Phase, in der sich die Gastgeber trotz des Rückstands zurückgekämpft hatten. Nach dem zwischenzeitlichen 8:9 sorgte Linus Gnädinger per Siebenmeter für das 9:9.
Doch danach verlor der TSV zunehmend den Zugriff. Während Bernhausen seine Angriffe konsequent zu Ende spielte, fehlte den Weilheimern in der Abwehr die nötige Abstimmung und Gegenwehr. Die Gäste nutzten die Lücken konsequent und setzten sich über 9:11 und 10:13 weiter ab. Auch eine Auszeit der Weilheimer brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Zwar verkürzte Linus Gnädinger zwischenzeitlich auf 11:13, doch Bernhausen fand weiterhin zu einfachen Toren. Besonders in der Schlussphase der ersten Hälfte brach die Weilheimer Offensive ein. Gleichzeitig blieb die Defensive anfällig, sodass die Gäste ihren Vorsprung bis zur Pause auf 13:19 ausbauen konnten.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Weilheimer, den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Niklas Rapp und Jan Stark sorgten für neue Impulse, ehe Linus Gnädinger und Rapp weitere Treffer nachlegten. Beim 16:22 und später beim 19:23 keimte nochmals Hoffnung auf. Immer wieder kamen die Gastgeber auf vier Tore heran und hielten die Partie zumindest vorübergehend offen. Doch genau in diesen Phasen verhinderten Unterzahlsituationen, Fehlwürfe und technische Fehler eine noch größere Aufholjagd. Statt den Rückstand weiter zu verkürzen, musste Weilheim erneut Gegentreffer hinnehmen.
Als Bernhausen den Vorsprung über 20:25 und 21:27 weiter ausbaute, wurde die Aufgabe für den TSV zunehmend schwieriger. Zwar stemmten sich die Weilheimer weiterhin gegen die drohende Niederlage, doch defensiv fanden sie keine nachhaltigen Lösungen gegen die variablen Angriffe der Gäste. Auch im Angriff fehlte die nötige Konsequenz, um den Abstand entscheidend zu verringern. Bernhausen nutzte die sich bietenden Räume und zog bis zur 50. Minute auf 25:34 davon.
In der Schlussphase gelang es den Weilheimern immerhin, offensiv nochmals Akzente zu setzen. Patrick Locher, Jakob Ulmer, Sammy Gotthardy und Max Nitzsche trugen sich in die Torschützenliste ein. Gotthardy verwandelte zudem kurz vor Schluss einen Siebenmeter zum 30:39-Endstand. Am deutlichen Erfolg der Gäste änderte das jedoch nichts mehr.
Die Partie zeigte einmal mehr, dass eine ordentliche Torausbeute allein nicht ausreicht, wenn die Defensive über weite Strecken zu anfällig ist. Neben der mangelnden Abwehrarbeit müssen die Weilheimer auch die zahlreichen Fehlwürfe und technischen Fehler aufarbeiten, die einen möglichen Anschluss immer wieder verhinderten. Dafür sind haben die Limburgstädter nun zwei Wochen Zeit um intensiv an den Schwachpunkten zu arbeiten. In 14 Tagen können die Weilheimer zeigen, dass sie aus den Fehlern der vergangenen Spiele gelernt haben, wenn am 14.11. gegen Böblingen Sindelfingen zum nächsten Heimspiel in Lindachsporthalle gerufen wird.
Weilheim: Hick, Dehm, Illi; Banzhaf, Gotthardy (4/1), Locher (1), Buldakov, Rapp (6/1), Ulmer (1), Stark (6), Gnädinger (6/1), Stelzer (3), Nitzsche (1), Goll, Frohloff (1)