TSV Weilheim unterliegt Neuhausen trotz guter erster Halbzeit
Der TSV Weilheim musste sich im Heimspiel gegen den TV Neuhausen/Erms II am Ende mit 32:38 geschlagen geben. Während die Weilheimer vor allem im ersten Durchgang offensiv überzeugten, fehlte über die gesamte Spielzeit hinweg die nötige Stabilität in der Defensive – und auch die Emotionen, um dem Spiel in der entscheidenden Phase eine andere Richtung zu geben.
Dabei startete der TSV gut in die Partie. Johannes Negwer erzielte bereits nach gut einer Minute die frühe Führung. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Weilheim fand im Angriff immer wieder Lösungen – unter anderem über Jan Renneberg, Sebastian Martin oder Gabriel Goll – während Negwer zusätzlich vom Siebenmeterpunkt sicher verwandelte.
Allerdings zeigte sich bereits in dieser Phase das Hauptproblem des Spiels: In der Defensive bekam der TSV die Gäste zu selten gestoppt. Neuhausen nutzte immer wieder Lücken in der Abwehr, besonders über Luca Schur, Morris Setzer und die Trenkle-Brüder. Dennoch hielt Weilheim offensiv dagegen und glich kurz vor der Pause durch Paul Rauner zum 18:18-Halbzeitstand aus.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Tore von Leonard Real und erneut Renneberg sorgten dafür, dass Weilheim bis in die Anfangsphase der zweiten Hälfte hinein mithalten konnte. Beim 21:21 war weiterhin alles offen.
Im weiteren Verlauf kippte das Spiel jedoch zunehmend zugunsten der Gäste. Neuhausen nutzte defensive Unstimmigkeiten konsequent aus und setzte sich Schritt für Schritt ab. Während Weilheim im Angriff weiterhin zu Treffern kam – unter anderem durch Real, Rauner, Ulmer und Goll – fehlte die nötige Konsequenz in der Abwehr, um die Aufholjagd wirklich einzuleiten.
Spätestens in den letzten zehn Minuten wurde deutlich, dass an diesem Abend die entscheidenden Prozente fehlten. Neuhausen baute den Vorsprung kontinuierlich aus, während beim TSV auch die letzte emotionale Gegenwehr ausblieb. So stand am Ende eine 32:38-Niederlage, bei der die offensive Leistung zwar phasenweise überzeugte, die defensive Stabilität und die nötige Leidenschaft jedoch nicht ausreichten.
Für den TSV Weilheim gilt es nun, vor allem in der Abwehr wieder mehr Zugriff zu bekommen – denn mit der gezeigten Offensivleistung wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Weilheim: Latzel, Kruschina; Renneberg (6), Ulmer (3), Negwer (5/2), Hartmann, Schumacher, Rapp (3), Martin (4), Stark, Goll (4), Stelzer, Rauner (3), Real (4)