TSV Weilheim unterliegt Ebersbach-Bünzwangen nach intensivem Kampf mit 20:23
Der TSV Weilheim ist mit einer knappen, aber bitteren Niederlage ins neue Handballjahr gestartet. Am Samstagabend musste sich die Mannschaft in der Lindachsporthalle der HSG Ebersbach-Bünzwangen mit 20:23 geschlagen geben. Dabei bot der TSV dem defensivstarken Gegner über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch und bestätigte viele der positiven Eindrücke aus der Vorbereitung. Zur Halbzeit führte Weilheim verdient mit 13:12.
Von der ersten Minute an war spürbar, dass beide Teams diesen Jahresauftakt unbedingt für sich entscheiden wollten. Die Partie war geprägt von hoher Intensität, viel Körperlichkeit und zwei sehr aufmerksamen Abwehrreihen. Ebersbach setzte früh auf seinen torgefährlichsten Akteur Timo Wieland, der immer wieder aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt traf. Doch der TSV hielt dagegen: Jan Renneberg, Gabriel Goll und Jakob Ulmer sorgten dafür, dass Weilheim sich nicht abschütteln ließ und immer wieder selbst Akzente setzen konnte.
Nach einer umkämpften ersten Halbzeit, in der sich kein Team deutlich absetzen konnte, belohnten sich die Weilheimer mit einer knappen 13:12-Führung zur Pause. Grundlage dafür war eine kompakte Abwehrarbeit, die den Gästen nur wenige einfache Tore gestattete, sowie ein starker Torhüter Kruschina, der mehrere freie Würfe entschärfte und sein Team immer wieder im Spiel hielt.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ein echter Krimi. Beide Mannschaften verteidigten weiterhin kompromisslos, jeder Treffer war hart erarbeitet. Der TSV zeigte Moral und ging in der 42. Minute durch zwei Treffer von Leonard Real sogar mit 17:16 in Führung. Wenig später stand es 17:17, und die Partie war völlig offen. In dieser Phase schien alles möglich, und die Lindachsporthalle war entsprechend lautstark dabei.
Doch dann begann sich das Spiel langsam zugunsten der Gäste zu drehen. Weilheim bekam mehrfach die Chance, in Überzahl davonzuziehen, ließ diese Möglichkeiten jedoch ungenutzt. Zu viele Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Tor, während Ebersbach seine Chancen abgeklärt verwertete. Besonders Felix Hummel und erneut Timo Wieland nutzten kleine Unkonzentriertheiten im Weilheimer Spiel eiskalt aus.
In den letzten Minuten merkte man den Gastgebern an, dass die Kräfte schwanden. Trotz großer kämpferischer Leistung fehlte am Ende die letzte Frische und Präzision, um die Partie noch einmal zu drehen. Als Wieland in der Schlussminute per Siebenmeter zum 20:23 traf, war die Entscheidung gefallen.
Auch wenn am Ende keine Punkte in Weilheim blieben, war die Leistung des TSV ein Schritt in die richtige Richtung. Die stabile Abwehr, der starke Rückhalt im Tor und die große Einsatzbereitschaft machten Mut. Nun gilt es, die positiven Ansätze mitzunehmen, Schwächephasen weiter zu verkürzen und in den kommenden Spielen für mehr Effizienz im Angriff zu sorgen – dann dürfte sich dieser Einsatz auch bald wieder in Zählbarem widerspiegeln.
Weilheim: Kruschina, Latzel: Renneberg (4), Rudolph (4), Real (3), Goll (2), Sigel (2), Ulmer (2), Gotthardy (1), Martin (1), Stark (1), Hartmann, Rapp, Schumacher, Stelzer