HSG Ermstal – TSV Weilheim 31:22 (16:8)

Mit einem starken Beginn machte der TSV Weilheim in der Neuwiesenhalle zunächst genau das, was man sich aus Weilheimer Sicht erhofft hatte. Früh gingen die Gäste konzentriert zu Werke, verteidigten aufmerksam und setzten im Angriff erste Akzente. Doch nach diesem ordentlichen Start verlor der TSV zunehmend den Faden – und das sollte sich wie ein roter Faden durch die Partie ziehen.

Was folgte, war eine lange torlose Phase, die aus Weilheimer Sicht besonders ärgerlich war. Chancen waren durchaus vorhanden, doch zu viele technische Fehler, ungenaue Abschlüsse und überhastete Entscheidungen verhinderten eine bessere Ausbeute. Ermstal nutzte diese Schwächephase konsequent, kam über Tempogegenstöße und einfache Tore ins Spiel und setzte sich Tor um Tor ab. Zur Pause stand bereits ein deutliches 16:8 auf der Anzeigetafel.

Wer nun einen Einbruch befürchtete, wurde eines Besseren belehrt. Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV Weilheim genau das, was ihn auszeichnet: Kampfgeist. Mit mehr Tempo, besserer Abstimmung und spürbarem Willen starteten die Gäste eine Aufholjagd. Immer wieder fanden die Weilheimer Lücken in der Ermstaler Abwehr, verkürzten den Rückstand Schritt für Schritt und hielten das Spiel offen. In dieser Phase zeigte die Mannschaft Moral und ließ erkennen, dass sie sich trotz Rückstand nicht aufgab.

Doch immer dann, wenn die Chance auf den direkten Anschluss greifbar nah war, schlichen sich erneut die alten Probleme ein. Fehlpässe, überhastete Abschlüsse und kleine Unkonzentriertheiten machten den möglichen Turnaround zunichte. In der Schlussphase wirkte der TSV wieder fahrig, während Ermstal die Ruhe bewahrte und konsequent zu Ende spielte. So fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es der kämpferische Auftritt in der zweiten Halbzeit vermuten ließ.

Unterm Strich bleibt aus Weilheimer Sicht die Erkenntnis, dass Moral und Einsatz stimmten, die Konstanz über 60 Minuten jedoch fehlte. Daran gilt es in den kommenden Wochen zu arbeiten.

Weilheim: Kruschina, Latzel; Renneberg (9), Rudolph (5), Martin (3), Rapp (2), Gotthardy (1), Stelzer (1), Real (1), Ulmer, Hartmann, Schumacher, Stark, Goll