Kalte Dusche am Donnerstagabend – TSV Weilheim unterliegt kaltschnäuzigem TSV Heiningen 2

Trotz großer Motivation und viel vorgenommenem Kampfgeist konnte der TSV Weilheim am Abend vor dem Tag der Deutschen Einheit keinen Heimsieg feiern. Gegen eine clevere und effizient spielende Zweitvertretung des TSV Heiningen unterlag die Mannschaft von Trainer Matthias Briem mit 27:32 (13:17).

Schon der Beginn der Partie war von Nervosität auf Seiten der Hausherren geprägt. Zwar erarbeitete sich Weilheim früh gute Abschlussmöglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach am stark aufgelegten Heininger Schlussmann. Bereits in der Anfangsphase wurden zwei Siebenmeter vergeben – ein sinnbildlicher Auftakt für die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor, die sich durch die gesamte Partie ziehen sollte.

Offensiv zeigte der TSV Weilheim zwar sehenswerte Kombinationen, ließ aber zu viele freie Chancen ungenutzt. Hinzu kamen überhastete Abschlüsse und Ballverluste, die Heiningen konsequent bestrafte. Immer wieder nutzte der Gast die sich durch ungeduldiges Verteidigen aufreißenden Räume in der Weilheimer Abwehr. Vor allem Thomas Grau und Steffen Welz zeigten sich bei Heiningen treffsicher und spielbestimmend.

Trotzdem hielt der TSV Weilheim phasenweise gut dagegen – vor allem dank einer starken Vorstellung von Jan Renneberg, der sowohl im Angriff mit insgesamt 8c Treffern als auch durch sein Spielverständnis Akzente setzte und seine Mannschaft immer wieder in Schlagdistanz brachte. Bis zur 24. Minute blieb die Partie offen (12:13), doch bis zur Halbzeit konnten die Gäste wieder auf 13:17 davonziehen.

In der zweiten Halbzeit setzte sich das Bild fort: Heiningen spielte abgeklärt, nutzte Fehler eiskalt aus und ließ sich auch von Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen. Weilheim kämpfte sich zwar mehrfach bis auf zwei oder drei Tore heran, doch entscheidende Ballgewinne blieben aus. Hinzu kam, dass die Defensive in entscheidenden Momenten zu offen agierte.

Die Schlussminuten zeigten nochmals den unermüdlichen Einsatz der Gastgeber. Max Schumacher, Martin Rudolph und Jakob Ulmer konnten in der Crunchtime noch Tore beisteuern – jedoch ohne das Spiel kippen zu können. Den Schlusspunkt setzte Heiningens Janne Matteo Braun wenige Sekunden vor dem Abpfiff zum 27:32-Endstand.

 

Fazit:
Weilheim zeigte Einsatz und gute Ansätze im Angriff, scheiterte jedoch zu oft am gegnerischen Keeper und an der eigenen Abschlussschwäche. In der Defensive war man zu ungeduldig und ließ Heiningen zu viele Räume. Nun gilt es, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen und vor allem an der Chancenverwertung und defensiven Stabilität zu arbeiten.

Kurschina,Latzel; Renneberg (8), Ulmer (1), Hartmann, Schumacher (1), Rapp (2), Martin (7), Stark, Goll (3), Stelzer (2), Real (1), Rudolph (2)