Aufholjagd wird nicht belohnt

Zum Rückrundenauftakt musste die erste Damenmannschaft bei der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 antreten. Nach einem Rückstand zur Pause kämpften sich die Weilheimerinnen zurück ins Spiel, verpassten es aber, sich mit Punkten dafür zu belohnen. Am Ende stand eine bittere 33:32 (18:14)-Niederlage auf der Anzeigentafel.

 

Die Vorzeichen für dieses Spiel standen denkbar ungünstig. Mit Emma Schober und Mara Froberg fehlten der Mannschaft gleich zwei Leistungsträgerinnen. Trotz allem waren die Weilheimerinnen natürlich gewillt, die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Der Start in die Partie verlief ausgeglichen. Eine frühe Überzahlsituation nutzten die TSV-Damen, um mit 2:3 (6.) in Führung zu gehen. Die Heimmannschaft glich aber postwendend aus und bis zum 6:5 (9.) wechselte man sich mit dem Tore werfen ab. Fortan übernahm die HSG die Kontrolle über das Spiel. Viele technische Fehler auf Weilheimer Seite wurden von den Gegnerinnen konsequent bestraft. Zudem bekam man in der Abwehr nicht den nötigen Zugriff. Die Folge war ein 7:0-Lauf der Gastgeberinnen. Dieser konnte erst durch eine Auszeit und einen verwandelten Strafwurf zum 13:6 (15.) unterbrochen werden. Die “Roten” ließen sich aber nicht hängen. Es gelang, die Defensive zu stabilisieren und im Angriff fand man bessere Lösungen gegen die offensive Deckung der HSG. Bis zum Halbzeitpfiff wurde der Abstand auf 18:14 verkürzt.

In der Pause war man sich einig, dass man wieder voll im Spiel ist. Das Trainerteam bemängelte nur die vielen eigenen Fehler, durch die man in Rückstand geraten war. Die Devise für die zweite Hälfte war klar: Fehler minimieren und Torchancen geduldig herausspielen, um doch noch etwas Zählbares aus diesem Spiel mitzunehmen.

Mit drei schnellen Toren nach Wiederanpfiff brachten sich die Weilheimerinnen beim 19:17 (34.) wieder in Schlagdistanz. Zwar gelang es der HSG, sich noch einmal auf 25:20 (39.) abzusetzen, doch dann begann die stärkste Phase der Gäste. Die Abwehr im Zusammenspiel mit der Torhüterin ließ keine einfachen Tore mehr zu. Im Gegenzug nutzte man im Angriff die sich bietenden Chancen konsequent. Beim 26:26 (47.) war der Ausgleich wiederhergestellt. Nach dem zweiten gehaltenen Siebenmeter konnten die TSVlerinnen sogar mit 26:27 (49.) in Führung gehen. Die Aufholjagd hatte aber Kraft gekostet und zudem agierte man in dieser Phase häufig in Unterzahl, sodass es nicht gelang, das Spiel komplett an sich zu reißen. Böblingen startete ihrerseits wieder einen Lauf zum 31:27 (52.). Die Weilheimer Damen gaben sich weiterhin nicht auf und kämpften sich abermals zurück in die Partie. Mit dem Anschlusstreffer zum 33:32 (58.) war der Ausgang kurz vor Schluss komplett offen. Die letzten beiden Angriffe konnten die Limburgstädterinnen aber nicht im Tor unterbringen. Damit stand am Ende die kanppe, aber bittere Niederlage fest.

Klar war das Team enttäuscht darüber, sich nicht wenigstens mit einem Punkt belohnt zu haben. Trainerin Sabrina Adelmann fand nach Spielende aber aufbauende Worte und zeigte sich zufrieden mit der Leistung und dem kämpferischen Einsatz ihrer Mannschaft, vor allem in der zweiten Hälfte.

 

Im nächsten Heimspiel, am kommenden Samstag gegen HT Uhingen/Holzhausen, wollen die Weilheimerinnen genau daran anknüpfen und so den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Lindachsporthalle.

 

 

HSG Böblingen/Sindelfingen 2: Hagenlocher, Schmidt; Miller, Bohner (4), Dieterle (3), Michel, Akgün, Frommer (3), Tislaric, Deuß (3), Moßhammer (10/6), Sander, Dombrowski (1), Geißler (9), Golasch, Ardelean

 

TSV Weilheim: B. Braun, Schwarz; K. Braun (4), Veith (7/5), Kienle (2), Glaab (1), Attinger (3), Koser (5), Marquardt (2), Habermann (6), Akcay (2)