Weilheimer mit 2 Gesichtern
Der TSV Weilheim musste sich bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen am Ende mit 22:31 geschlagen geben – ein Ergebnis, das aus Sicht eines Weilheimer Beobachters vor allem den Spielverlauf der zweiten Hälfte widerspiegelt, nicht jedoch den engagierten Beginn der Gäste.
Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal, denn mit Steffen Kruschina fiel der etatmäßige Schlussmann nach einer Verletzung im Abschlusstraining kurzfristig aus. Dennoch zeigte Weilheim zunächst genau die Reaktion, die man sich nach dem Derby erhofft hatte. Von Beginn an trat die Mannschaft konzentriert auf, stand defensiv kompakt und agierte mit der nötigen Aggressivität in den Zweikämpfen. Im Angriff war es vor allem Sebastian Martin, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Mit klaren Aktionen, guter Übersicht und Durchsetzungsvermögen lenkte er das Offensivspiel und brachte seine Mannschaft verdient mit 9:7 in Führung.
Doch mit zunehmender Spieldauer kam es zum Bruch im Weilheimer Spiel. Innerhalb weniger Minuten kassierten die Gäste sechs Gegentore in Folge und verloren dabei komplett den Rhythmus. Die zuvor stabile Struktur wich zunehmender Unsicherheit, einfache technische Fehler schlichen sich ein und auch die Chancenverwertung ließ deutlich nach. Gleichzeitig bekam die Defensive den gegnerischen Kreisläufer Moritz Schwind immer weniger in den Griff, der die Schwächen konsequent ausnutzte und maßgeblich daran beteiligt war, dass die Partie kippte. So ging Weilheim bereits mit einem 11:15-Rückstand in die Halbzeitpause.
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