Die Bezirksliga Handballer des TSV Weilheim beenden die Saison mit einem 24:24 (14:8) gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen. Bereits letzte Woche stand der vierte Tabellenplatz im Endklassement fest. Bis auf den Langzeitausfall Timmy Hiller konnte Thomas Burger den kompletten Kader für das Heimspiel gegen den Tabellenachten aufbieten.

Nach der enttäuschenden Leistung vergangene Woche in Altbach hatte sich das Team für seine treuen Fans Wiedergutmachung vorgenommen, auch wenn die Partie für die Weilheimer tabellarisch uninteressant war. 
Ganz anders standen die Vorzeichen bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen. Nach einer enttäuschenden Saison, in der das Team unter seinen Möglichkeiten blieb schwebten sie bis zum Schluss in Abstiegsgefahr. Nur mit einem Punktgewinn konnten sich die Gäste aus eigener Kraft in der Bezirksliga halten und setzten sich nur aufgrund des besseren direkten Vergleiches am Ende auf Platz acht und verdrängten in letzter Minute Altbach und Hegensberg. Besondere Brisanz hatte diese Ergebnis damit auch für die Reserve der Ebersbacher, denn diese ist in der Bezirksklasse am Start und hätte zwangsweise ebenfalls den Gang eine Liga tiefer angehen müssen, um nicht mit der eigenen Ersten in einer Liga zu spielen.
Trotz, oder gerade wegen der unterschiedlichen Voraussetzungen zeigten die Weilheimer zu Beginn der Partie wer die Hausherren sind. Einem 1:1 Ausgleich folgten vier Weilheimer Tore zum 5:1 durch eine starke Abwehr- und Torhüterleistung gleich zu Beginn. Dies zwang die HSG früh in der 13. Minute in die Auszeit, um den Weilheimern Segeln etwas den Wind zu nehmen. Mit Erfolg, denn der Angriff des TSV agierte nun zunehmend statischer und kämpfte mit mangelnder Torgefahr aus der Distanz. Dadurch kamen dann auch die Gäste in die so wichtige Partie für sie. Ebersbach verkürzte auf 5:7 innerhalb von vier Minuten. Dann griff auch Thomas Burger zur grünen Karte, um erneut eine Minute zur Abstimmung zu nutzen. Auch hier zeigte die Einflussnahme des Trainers Erfolg, unter anderem durch Florian Braun aus dem Rückraum erhöhten die Hausherren auf 10:5 und gingen gar mit 14:8 in die Pause.
Zwar spricht das Halbzeitergebnis eine deutliche Sprache, auf dem Feld jedoch waren die Kräfteverhältnisse nicht so klar geregelt. Der TSV führte vor allem dank einer herausragenden Leistung der Torhüter. Auch im weiteren Spielverlauf ergänzte Alexander Müske perfekt den starken Bernhard Illi. Und während die Defensive gewohnt sicher stand, zeigte man sich im Angriff nur leicht verbessert im Vergleich zum Spiel in Altbach.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierten beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Nach knapp fünf Minuten gab Thomas Burger verstärkt den bis dahin kaum zum Einsatz gekommenen Timo Sigel und Tobias Reimann Spielzeit und entlastete Patrick Auweter in der Mitte durch Dominic Zettl. Dieser Blockwechsel ging nicht ganz spurlos am Weilheimer System vorbei, gerade in der Defensive merkte man die fehlende Abstimmung dieser Formation. Über ein 16:11 kamen die Gäste gar zum 17:17 Ausgleich und zwangen Burger zur zweiten Auszeit in der 44. Minute. Es folgte die Umstellung zurück zur Startformation. Das zeigte umgehend Wirkung, zwei Tore von Linksaußen brachten die Weilheimer wieder mit 19:17 in Front. Doch die Gäste rochen durch den Ausgleich bereits ihre Chance und waren nach klaren Verhältnissen im ersten Durchgang nun auch kämpferisch im Spiel. Ein ums andere mal hatten sie die Chance zum Ausgleich, doch die Bälle Zettl und Banzhaf fanden zur richtigen Zeit den Weg ins Tor. Drei der fünf Zeitstrafen vergaben die Unparteiischen in den letzten fünf Minuten, was die Kräfteverhältnissen zusätzlich immer wieder verschob. Fabian Zettl erhielt in der 59. Minuten gar die direkte Rote Karte, nachdem er aus der Abwehr herauseilte und seinen Gegenspieler unglücklich am Kopf traf. Wenige Sekunden davor waren die Ebersbacher ihrerseits gerade erst wieder vollzählig und konnten nun die verbleibende Zeit auf eine Überzahl bauen. Die Weilheimer ließen sich von der Hektik im Spiel anstecken, obwohl sie mit der zwei Tore Führung und ohne den Druck des Abstiegs hätten agieren können. Doch überhastete Abschlüsse im Angriff boten der HSG die erneute Chance zurückzukommen. Diese nutzten sie zweimal über links und feierten letzten Endes beim 24:24 den rettenden Punktgewinn zum Klassenerhalt.
Den Weilheimern bleibt trotz des bitteren Nachgeschmacks der beiden letzten Partien den Rückblick auf eine dennoch erfolgreiche Saison.

TSV Weilheim: Illi, Müske - F. Zettl (5), T. Sigel, Klein (3), Braun (3), Banzhaf (6), Seyferle (2), S. Sigel, Klett (4), Reimann, D. Zettl (1).

HSG Ebersb./Bünzw.: Niederberger, Krapt - Kisselmann, Köse (2), Köhler (6), Seidel, Janietz (6/4), Danner (5), Schöllkopf, Findeis, Zobel (1), Mauz, Zimmert, Duve (4).